Volle Lotte! Denn du bist mein Verein.

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2:1 in Rödinghausen! SFL wenden „Déjà-vu“ ab und jubeln

Der erste Saisonsieg der Sportfreunde Lotte ist unter Dach und Fach gebracht! Mit 2:1 (1:1) setzten sich unsere Blau-Weißen am 2. Spieltag bei Lokalnachbar SV Rödinghausen durch. Ohne eine erneute Zitterpartie zum Ende hin sollte es vor 834 anwesenden Zuschauern allerdings auch dieses Mal nicht funktionieren. Doch heute hielt das Lübbers-Team der späten Drangphase seines Gegners in den Schlussminuten schließlich stand.

Lotte riss die vor dem Seitenwechsel durchaus ausgeglichene Angelegenheit immer mehr an sich, verpasste aber auch diese Woche den wohl beruhigenden dritten Treffer. Gegen Ende ging es dann nochmal richtig heiß her. Das unschöne „Déjà-vu” zur Vorwoche blieb allerdings – dank eines gehaltenen Elfmeters von Keeper Ron Meyer – aus.

Klefisch trifft erneut im SFL-Dress, Rödinghausen antwortet schnell

Im Vergleich zum unglücklichen 2:2-Remis gegen die SSVg Velbert nahm SFL-Trainer Fabian Lübbers vier Änderungen an seiner Startelf vor. Denis Milic, Luca Horn, Ben Klefisch sowie Shkrep Stublla begannen anstelle von Luca Kerkemeyer, Dino Bajric, Kevin Holzweiler und Marc Heider in einem 3-4-3 System. Generell war es für beide Mannschaften so etwas wie der Spieltag zur Wiedergutmachung. Die Sportfreunde gaben bekanntlich zuletzt spät den Heimsieg aus der Hand, Rödinghausen erwischte es bei der 0:3-Gastspielniederlage in Siegen sogar noch übler.

Den ersten größeren offensiven Akzent der Partie setzte SVR-Angreifer Eduard Probst, der sich erfolgreich am Strafraum durchsetzte und Ron Meyer gleich zur wichtigen Tat zwang (6.). Die Sportfreunde wiederum nutzten ihren gut vorgetragenen Angriff sofort zur Führung: Shkrep Stublla brachte den Ball von rechts nach innen – diesen machte Diamant Berisha stark fest. Anschließend kam Leon Demaj zunächst nicht richtig hin, doch Ben Klefisch vollendete und erzielte bereits seinen zweiten Saisontreffer – 1:0 Lotte (18.). Lange währte jene Freude allerdings nicht. Der ehemalige SFL-Akteur Paterson Chato spielte einen überragenden Chipball genau hinter die Abwehrkette. Eduard Probst verarbeitete diesen optimal und hob das Spielgerät schließlich über Meyer hinweg – 1:1 (22.).

Krasniqi lässt Top-Chance liegen – Sportfreunde nach Seitenwechsel gallig

Wie bereits in der Vorwoche musste Lotte recht bald den Ausgleich schlucken, spekulierte aber schnell auf eine erneute Führung: Kamer Krasniqi bediente Demaj auf rechts, welcher wieder Krasniqi im Zentrum anspielte. Dem folgenden Abschluss fehlten aber sowohl Power als auch Präzision. Flemming Niemann im SVR-Gehäuse parierte – da schien mehr drin (28.). War es zwar das typisch enge Aufeinandertreffen mit dem Lokalnachbarn, wirkten die Sportfreunde einer möglichen Führung trotzdem näher. Ein Aufbaufehler von Keeper Niemann, genau in den Fuß von Krasniqi, landete bei Demaj, der aus zentraler Position nur knapp rechts vorbeizielte (39.). Kurz darauf vergab dieser auf erneute Krasniqi-Ablage wieder lediglich um wenige Zentimenter (41.).

Aus der Pause kam das Lübbers-Team dann jedoch merklich entschlossener. Sie belagerten die Rödinghausener Hälfte regelrecht und entfachten über viel Ballbesitz immer mehr Druck. Recht zügig zahlte sich das aus: Innenverteidiger Franko Uzelac schlug das Leder einfach mal ganz fein nach vorn, Demaj marschierte und behielt final im Sechzehner die Oberhand. Ein platzierter Schuss ins lange Eck besorgte das 2:1 (50.).

Das war jetzt zweifellos Lottes beste Phase der Partie! Kamer Krasniqi arbeitete sich gegen mehrere SVR-Akteure durch, wurde ebenso von niemandem so richtig angegangen. Lediglich Torwart Flemming Niemann hatte Rödinghausen es zu verdanken, weiter voll im Spiel zu sein. Mit starker Flugeinlage fischte Niemann die Kugel noch raus (54.).

Meyer repariert eigenen Fehler – „Déjà-vu“ bleibt aus

Dennoch dürften sich unsere Blau-Weißen auch dieses Mal vorwerfen lassen, nicht für mehr Ruhe gesorgt zu haben. Das erstmal beruhigende dritte Tor schien möglich, blieb jedoch erneut aus. Insbesondere, weil die Sportfreunde einige aussichtsreiche Kontersituationen verschleppten. Rödinghausen hingegen investierte offensiv nochmals alles, brachte beispielsweise mit Cottrell Ezekwem einen groß gewachsenen Angreifer. Geprägt wurde Halbzeit Nummer zwei jetzt überwiegend durch diverse Unterbrechungen sowie immer wieder kleineren Fouls. 

In der Schlussphase sollten sich die Sportfreunde also erneut in selbiger Situation befinden, wie am ersten Spieltag. Nervenaufreibende Schlussminuten, gepaart mit langer Nachspielzeit. Jene Extra-Spieldauer scheint in dieser Saison bislang offenbar unter keinem guten Stern für die SFL zu stehen. Denn auch heute bahnte sich gleich zu Beginn der achtminütigen Nachspielzeit ein weiterer Nackenschlag an: Stürmer Ansgar Kuhlmann schlug eine weite Hereingabe hauchzart über den Kasten, wurde dabei jedoch von SFL-Keeper Ron Meyer umgestoßen. Schiedsrichter Dr. Florian Exner entschied korrekterweise sofort auf Strafstoß.

Wieder eine späte Enttäuschung? NEIN! Meyer ahnte die Ecke von Eduard Probst und parierte (90.+1)! Anschließend verteidigten die Sportfreunde Lotte mit Mann und Maus, brachten das Ergebnis über die Zeit und blieben somit von einem “Déjà-vu”-Erlebnis zur Vorwoche, als die SSVg Velbert spät zum 2:2-Ausgleich traf, verschont. Damit haben unsere Blau-Weißen nun vier Punkte auf dem Konto und stehen immerhin schon mal früh im oberen Tabellendrittel.

Statistiken zur Begegnung

SV Rödinghausen: Niemann – Hippe, Miftaraj (76. Tia), Reutter – Chato, Schwermann (60. Kuhlmann), Firmino Dantas, Hober (60. Köhler), Breuer (84. Fesenmeyer) – Szeleschus (60. Ezekwem), Probst

Sportfreunde Lotte: Meyer – Rüth, Uzelac, Milic – Horn (79. Wiegel), Klefisch, Krasniqi, Kehl – Berisha (72. Kerkemeyer), Stublla (57. Heider) – Demaj (79. Riemer)

 

Tore: 0:1 Klefisch (18.), 1:1 Probst (22.), 1:2 Demaj (50.)

Bes. Vorkommnis: Meyer pariert Foulelfmeter von Probst (90.+1)

 

Schiedsrichter: Dr. Florian Exner (Münster)

Zuschauer: 834

Nächstes Spiel: Zuhause (Sonntag, 10. August, 14 Uhr) gegen Borussia Dortmund II.

 

(Bericht: Tobias Wehrmeier I Foto: Frank Diederich)